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Lieder, Tänze und Bräuche aus dem Spreewald erleben

Einer Sage zufolge pflügte der Teufel einst mit seinem Ochsengespann im Mittellauf der Spree den fruchtbaren Auenboden. . .
Wer heute eine Reise in den Spreewald unternimmt wird diesen und anderen Bräuchen begegnen.

Wir möchten diese Bräuche erhalten und für die Bewohner und Gäste des Spreewaldes erlebbar machen.

Schauen Sie sich um wie die Spreewälder im lauf der Jahreszeiten ihre Feste feiern.

Angeregt durch einen Auftritt während der BUGA im Sommer 1995 in Cottbus, bei der wir gemeinsam mit anderen Gruppen den Spreewaldkreis Lübben präsentierten, entstand der Gedanke aus einer bis dahin relativ losen Gemeinschaft von Trachtenfrauen, die gern singen und tanzen, einen Heimat- oder Trachtenverein zu gründen.

Sehr schnell bildeten sich eine Tanzgruppe und eine Singegruppe.

Es folgten Auftritte bei Dorffesten in der näheren Umgebung, beim alljährlich stattfindenden Spreewaldfest in Lübben, Programme zu Kongressveranstaltungen im ICC und Schloss Charlottenburg sowie in Verbindung mit Reiseunternehmen mehr und mehr auch Veranstaltungen für Touristengruppen aus dem In- und Ausland.

Höhepunkte des Vereinslebens waren die Teilnahmen an Deutschen und Internationalen Trachtenfesten in Marburg, Wechmar und im Saarland.

bei der Bundesgartenschau 1995 in Cottbus

auf zum Kahnkorso nach Lübben, 1997

Geburtstagsständchen der Singegruppe 1998

Auftritt unserer Tanzgruppe 1998 zum Johannismarkt in Straupitz

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht jedoch die Traditionspflege. Dazu gehört die Pflege der Sitten und Bräuche wie: >> Fastnacht <<, >> Spinteball <<, >> Maibaumstellen <<, >> Ostereiermalerei <<, Kirmes) ,die Trachtenpflege, Gesang und Tanz und natürlich die Pflege der Mundart.

In unseren Programmen erleben Sie die traditionellen Tänze wie Annemariepolka, Luxemburger, Kreuzpolka, Bändertanz und Reinländer. Als Begleitmusik verwenden wir neben bekannten Titeln auch viele Lieder des Spreewald-Duo Lothar & Klaus

Natürlich erzählen wir über unsere Sitten und Bräuche und verraten die Geheimnisse um die

Tracht »

Das Trachtengebiet Neu Zauche liegt am Nordrand des Spreewaldes und besteht aus den sieben Dörfern ( eine davon ist auch Alt Zauche) des Kirchspiels und ehemaligen landesherrlichen Amtes Neu Zauche. Die Bewohner des Gebietes waren Sorben/Wenden, deren sy

stematische Germanisierung durch Regierung, Kirche und Schule sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts weitgehends vollzogen hatte.

Wie in den anderen sorbischen Trachtengebieten zeigt auch die Tracht der Alt Zaucher eine reiche Vielfalt an Variationen, die den verschiedensten Anlässen Rechnung trägt. Ob zum Kirchgang, zum sonntagnachmittäglichen Spaziergang, zur Arbeit, zum Tanz – dem Anlass entsprechend wurden Rock, Schürze, Kopfbedeckung, Schuhwerk,… ausgewählt.
Noch heute ist das Anlegen der Tracht mit Traditionen verbunden und bedarf neben einer sorgfältigen „Ankleidefrau“ auch etwas Geschick , Stecknadeln……und Zeit.

 

Das Hanschkow Haus

Seit 1997 ist unser Verein Pächter eines der ältesten Häuser des Ortes, dem

„Hanschkow-Haus“ »

Das Hanschkow – Haus, benannt nach seinen letzten Besitzern, ist eines der ältesten Häuser in Alt Zauche. Als Fachwerkhaus im Jahre1896 erbaut, gehörte es zu einem typischen Bauernhof mit Wohnhaus, Stall und Scheune. Herr Ernst Hanschkow erwarb das Haus 1936 gemeinsam mit seiner Frau Martha. „Oma Marta“, eine sehr lebenslustige Frau, trug bis zuletzt die typische Spreewälder Tracht, immer mit einem Samtband im Haar und der typischen Frisur: Mittelscheitel und Haarknoten. Frau Marta Hanschkow lebte bis zu ihrem Tode 1993 in diesem Haus und bewohnte zuletzt lediglich eine Stube und die ehemalige Futterküche. Die anderen Räume wurden teilweise durch die Kirche genutzt oder auch von anderen Familien bewohnt. 1992 kaufte die Gemeinde das Grundstück, Stall und Scheune wurden abgerissen, das Wohnhaus saniert und teilweise umgebaut.

Seit 1997 ist der „Alt Zaucher Traditionsverein“ Pächter dieses Hauses.
Hier finden die wöchentlichen Proben der Singegruppe und der Tanzgruppe statt. In den Monaten Mai bis September werden an jedem Dienstag für Einwohner und Gäste des Ortes die köstlichen Alt Zaucher Plinse frisch gebacken. Bis zu 35 Personen finden in der gemütlichen großen Stube Platz. Viele alte, traditionelle Möbelstücke und Hausratsgegenstände gehören zur Einrichtung. Die Räume des altehrwürdigen Hauses erleben darüber hinaus im Laufe des Jahres: Feiern zu Jubiläen, Faschingsfeste, Spinteabende, Skatabende, Weihnachtsbasteleien für die Jüngsten, Plätzchenbacken, Adventssingen, Osterwerkstätten…..

Auf Wunsch können Sie hier auch einen Heimatabend oder-nachmittag zu den verschiedenen Themen ( Tracht, Lieder und Mundart, Brauchtum, Spreewälder Küche etc.) erleben.

genannt, das unsererseits eingerichtet und ausgestaltet wurde und seitdem eine Heimstätte für Proben, Zusammenkünfte, Feste, Heimatabende etc. geworden ist.
In den Sommermonaten werden hier wöchentlich die berühmten
>>„Alt Zaucher Plinse“<< gebacken und für Einwohner und Touristen angeboten.

Das Hanschkow Haus während der Umbauphase